Die Biographie der Gründerinnen: Basis für ein objektives Diagnoseinstrument
zur Verbesserung der Gründungssituation für Frauen (Ladies First)
Ziel des Projektes ist es, den Frauenanteil an Gründungen zu steigern,
indem geeignete Instrumente in der Beratung und Erfolgsprognose eingesetzt
werden. Das Forschungsvorhaben beinhaltet die Entwicklung und Validierung
eines biographischen Fragebogens zur Diagnose der Gründungseignung und
zur Vorhersage des Gründungserfolgs angehender Unternehmerinnen. Im
Gegensatz zu den bei Eignungstests erfragten Eigenschaften haben biographische
Daten den Vorteil, objektiver zu sein sowie eine prognosestarke Aussagekraft
zu beinhalten. Ein solches, objektives Instrument soll mögliche Diskriminierungspotentiale
bei der Beurteilung der Gründungseignung von Frauen reduzieren. Differenzen
zur Gründung durch Männer werden bei der Entwicklung berücksichtigt,
aber nicht zwangsläufig als nachteilig eingestuft.
Das Instrument ist für verschiedene Zielgruppen interessant. Zum einen
ermöglicht es Gründungsberatern und auch angehenden Gründerinnen eine
(Selbst-) Einschätzung der Fähigkeiten, der Belastbarkeit und der Gründungsmotivation.
Aufgedeckte Defizite weisen auf möglichen Trainingsbedarf hin.
Zum anderen unterstützt ein standardisiertes Instrument wie der biographische
Fragebogen die Gründungsfinanzierer, die eine sorgfältige Risikoeinschätzung
leisten müssen. Gerade bei innovativen Unternehmenskonzepten ist diese
Einschätzung meist durch eine hohe Unsicherheit geprägt. 
Das Forschungsvorhaben wird gefördert im Rahmen der Initiative "Power
für Gründerinnen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
(BMBF) und soll Frauen zur Gründung von Unternehmen motivieren und ihre
Voraussetzungen verbessern.