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Aktivitäten-Forschung
Studie zu den gesamtwirtschaftlichen Wirkungen der Existenzgründungspolitik
sowie Entwicklungen der mit öffentlichen Mitteln geförderten Unternehmensgründungen
(FEKH)
- Inhalt
Seit 1979 können Existenzgründer, die zwar über ein erfolgversprechendes
Unternehmenskonzept verfügen, denen es aber an Eigenkapital für die
Finanzierung ihres neuen Unternehmens in den ersten Jahren fehlt, vom
Bund Eigenkapitalhilfe (EKH) erhalten. Diese Kapitalbereitstellung des
Bundes, abgewickelt von der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) in Bonn,
erhöht die vorhandenen Eigenmittel des zukünftigen Unternehmers auf
insgesamt bis zu 40% der Investitionssumme. Da das zur Verfügung gestellte
Kapital nicht abzusichern (der Bund übernimmt eine Bürgschaft) und in
den ersten 10 Jahren tilgungsfrei ist, kann es wie Eigenkapital behandelt
und zur Akquisition zusätzlichen Fremdkapitals benutzt werden.
Ab Januar 1992 haben jedoch nur noch Unternehmensgründer aus den neuen
Bundesländern die Möglichkeit, Eigenkapitalhilfe in Anspruch zu nehmen,
da die Leistungen des Programms für die alten Bundesländer eingestellt
wurden. Derzeit werden Art und Umfang des EKH-Programms in der Zukunft
auf politischer Ebene eingehend diskutiert. Zur wissenschaftlichen Begleitung
der Entscheidungsfindung führte das bifego in Kooperation mit dem ifo-Institut
für Wirtschaftsforschung eine Studie durch. Die im August 1992 angelaufene
Untersuchung beinhaltete folgende Themenbereiche:
- Analyse des Gründungsgeschehens in der BRD
- Untersuchung relevanter Gründungsbarrieren
- Betrachtung der Funktionsweise und Relevanz des Eigenkapitalhilfe-Programms
für die Überwindung von Gründungsbarrieren
- Analyse der Bedeutung von nichtstaatlichen finanziellen Gründungshilfen
wie Leasing und Beteiligungskapital
- Vergleichende Analyse der längerfristigen Entwicklung und der
Bestimmungsgründe für das Ausfallrisiko von geförderten und nicht
geförderten Unternehmen
- Gesamtwirtschaftliche Kosten-/Nutzenanalyse des Programms
- Untersuchung der Wirkungen von Parameteränderungen im EKH-Programm
inkl. Erarbeitung von Empfehlungen für die Ausgestaltung des EHK-Programms
- Bearbeiter
Susanne Kirchhoff, Björn C. Manstedten, Jochen Struck, Heinz Klandt
- Laufzeit
August 92 bis April 94
- Ablauf
Zur Untersuchung dieser Fragestellungen wurden neben Experteninterviews,
einer ausgiebigen Literaturanalyse, Modellrechnungen und der Betrachtung
einzelner Fallbeispiele eine großzahlige schriftliche Befragung von
insgesamt 1.251 Existenzgründern (Rücklauf) des Gründerjahrgangs 1985
durchgeführt.
- Veröffentlichung
Heinz Klandt, Susanne Kirchhoff-Kestel, Jochen Struck: Zur Wirkung der
Existenzgründungsförderung auf junge Unternehmen. Eine vergleichende
Analyse geförderter und nicht-geförderter Unternehmen. FGF Entrepreneurship-Research
Monographien, Köln, Dortmund, Oestrich-Winkel 1998, ISBN 3-9804655-4-3,
(304 Seiten)
Susanne Kirchhoff, Björn Manstedten, Jochen Struck und Heinz Klandt:
Evaluierung von Existenzgründungsförderung - Probleme der Generierung
von Stichproben und Vergleichsgruppen. In: Schmude, Jürgen (Hrsg.):
Neue Unternehmen - Interdisziplinäre Beiträge zur Gründungsforschung.
Heidelberg 1994, S. 251-272.
Susanne Kirchhoff, Heinz Klandt, Jochen Struck, Björn Manstedten, Michael
Breitenacher, Gerhard Illing, Erich Langmantel, Arno Städtler und Luitpold
Uhlmann: Gesamtwirtschaftliche Wirkungen der Existenzgründungspolitik
sowie Entwicklungen der mit öffentlichen Mitteln - insbesondere Eigenkapitalhilfe
- geförderten Unternehmensgründungen. Ein Gemeinschaftsgutachten. Kurzfassung
des Abschlußberichts. ifo Studien zur Finanzpolitik Nr. 56, München
1994.
- Berichte
Zwischenbericht, Abschlußbericht
- Fördernde Institution
Bundesministerium für Wirtschaft
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